digitales Konstruieren – Grundlagen

Im Wintersemester 2007/2008 wurde „Digitales Konstruieren – Grundlagen“ für alle Studierenden im 3. Semester als Wahlpflichtfach angeboten.

Der Kurs „Digitales Konstruieren – Grundlagen“ zielt auf das Erlernen einer sinnvollen Methodik zur Konstruktion und Kontrolle zunächst einfacher Architekturen. Diese Konstruktionsmethodik ist die Voraussetzung für die weiterführende Definition von Konstruktionsprinzipien zur Lösung aller architektonischer Probleme eines Projektes. Sinnvollerweise werden solche Methoden und Prinzipien im dreidimensionalen Raum entwickelt und getestet – und zwar anhand präziser dreidimensionaler physischer Modelle aber auch – und dies vornehmlich – im Computer, in Rhino 4.0.

Das Thema des Seminars war die Entwicklung eines Prototypen für eine Wohnkapsel. Die Stadt Amsterdam hat, trotz reger Bautätigkeit, weiterhin Probleme vor allem Studenten und jungen Arbeitssuchenden adäquate Unterkünfte auf Zeit zur Verfügung zu stellen. Da es damit nicht um eine Einzellösung, sondern viel mehr um die Konzeption für eine generische Behausung für eine größere Anzahl von Menschen geht, muß eine solche Wohnkapsel notwendigerweise addierbar und in verschiedenste Richtungen koppelbar sein.

Weil Land in Amsterdam rar ist, soll die zu entwickelnde Kapsel notwendigerweise im oder über dem Ij, neben dem Science Center „Nemo“ (Architekt: Renzo Piano) liegen oder schweben. Die Wohnkapsel selbst besteht aus drei Grundelementen: Wohn-und Schlafzelle (~36m³), Naßzelle (~18m³) und Terrasse/Balkon. Diese drei Grundelemente haben natürlich völlig verschiedene Ansprüche an entwurfsbestimmende Parameter, wie Möblierung/Installationen, Privatheit/Öffentlichkeit, usw. Diese Grundelemente werden wiederum durch Grundmodule strukturiert, organisiert und geformt. Die Entwicklung des Prototypen erfolgt daher in zwei Schritten, die während des Semesters nicht streng linear, sonderen eher im Dialog miteinander und in Reaktion aufeinander definiert werden müssen.

Modul
Zunächst wird ein generisches Grundmodul bestimmt, das konstruktive, räumliche und formale Relationen definiert. Dieses Modul bündelt Richtungen, Kräfte, Intentionen, etc. – und zwar nicht nur für die einzelne Wohnkapsel bzw. ihre Bestandteile, sondern eben auch für das Verhältnis verschiedener Kapseln zueinander. Das Modul wird in Testreihen, also Varianten entwickelt und auf Potentiale und Schwächen untersucht und evaluiert. In Reaktion auf das gestellte Programm, eine minimale Wohnzelle mit unterschiedlichen und teils gegensätzlichen Anforderungen an seine Umgrenzung/Hülle, werden hierbei einige Parameter getestet werden, wie offen – geschlossen, großmaßstäblich – kleinmaßstäblich, horizontal – vertikal, struktur – haut, hart – weich, etc… 

Prototyp
Im nächsten Schritt soll die „erfolgreichste“ Ausformulierung eines solchen Moduls in der Reihe transformiert und auf das oben beschriebene Programm angewendet werden. Das heißt, daß die entwickelten Grundmodule zu Wohnzellen zusammengefügt, anhand der spezifischen Anforderungen des angrenzenden Programms verändert und letztendlich zu einer größeren Agglomeration von Kapseln addiert werden sollen.

Hajdin Dragusha, Horacio Antunes, Sandro Botticelli

 

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Vitalij Strel, Peter Zock, Josué Celso Cevallos

Jutta Luis, Petra Opitz, Thomas Kaufmann

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