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Im Wintersemester wird das Masterseminar „Konzeptionelles Entwerfen“ (MA 2.1.1) aufbauend auf den Gebäudeanalysen aus Seminar „Architekturpraxis I“ (s.u.) angeboten.
“design machines” sind Entwurfskonzepte, die auf der einen Seite sehr spezifisch geometrische, strukturelle und atmosphärische Eigenschaften definieren, auf der anderen Seite aber universell auf unterschiedliche programmatische, atmosphärische oder monetäre Anforderungen reagieren können – um zu (auch) formal unterschiedlichen architektonischen Setzungen zu gelangen. Es geht also um den Versuch, die eigene Haltung zur Architektur nicht durch formale Vorlieben, sondern auf einer abstrakteren Ebene, die meistens zuerst diagrammatisch notiert zwischen rein konzeptionellem Denken und projektspezifischen Lösungen liegt, zu entwickeln. Der große Vorteil einer solchen Arbeitsweise liegt in der Möglichkeit zu inhaltlicher Stringenz innerhalb eines architektonischen “oeuvres” bei gleichzeitig größtmöglicher Freiheit im Umgang mit einem bestimmten architektonischen Problem.

Im Wintersemester wird das Seminar „Architekturpraxis I“(MA 3.3.1) als Vorbereitung zum Seminar „Konzeptionelles Entwerfen“ (MA 2.1.1) angeboten. Die Studien und Erkenntnisse aus 3.3.1 werden also die Grundlage für alle weiterführenden Arbeiten im konzeptionellen Entwerfen werden.
In diesem Seminar soll es darum gehen, den freistehenden Pavillon als besonderes und experimentelles Objekt in der neueren Architekturgeschichte zu untersuchen. Ziel des Seminars ist also erstens, eine bestimmte Gebäudetypologie (den freistehenden Pavillon) und dessen Rolle für die Entwicklung weiterführender architektonischer Konzepte zu verstehen, aber auch (zweitens) die architektonische Praxis zwingend als Teil eines kulturellen Diskurses zu lesen. Dieser Diskurs geht weit über das gebaute Objekt selbst hinaus und erfordert – neben der eigentlich praktischen Arbeit des Architekten bei der Errichtung von Gebäuden – vor allem auch das Bewusstsein mit Architektur nicht nur funktionale Erfordernisse von Nutzern zu bedienen, sondern Beiträge zur zeitgemäßen Weiterentwicklung raumbildender, atmosphärischer und formaler Strategien in der Architektur zu leisten.

Erste Resultate des Masterseminars „Konzeptionelles Entwerfen“ im Sommersemester 2009 sind